Aktuelles

Eliakloster in Pampow stellt sich vor

 

Liebe Pfarrgemeinde, schon sind es 4 Monate seit unserer Ankunft in Pampow. Wir sind zwei Schwestern, gebürtig aus Österreich/Tirol, wo wir gut zwei Jahrzehnte in einem Karmelitinnenkloster gelebt haben. 1999 kam der Aufbruch in die Schweiz zu einer Neugründung des Ordens. Bald zeigte sich, dass der Weg anders weitergehen sollte, und wir haben uns vom Orden getrennt. Seit 15 Jahren ist das kleine Eliakloster selbständig. Genau vor drei Jahren kam der innere Anruf, in den Osten  Deutschlands aufzubrechen. Nach einem Prozess des Suchens, des Geführt- und Geschobenwerdens – durchsetzt mit vielen Wundern der Vorsehung – sind wir nun hier ganz an der polnischen Grenze gelandet. Vielleicht ein Bild vom Brückenkopf zwischen Ost und West. Das Haus in Pampow gehört nicht uns, es wurde uns mit Niessbrauchvertrag überlassen, und wir kommen für alle Kosten selbst auf. Wir leben arm, ohne fixes Einkommen und mit freien Tarifen für unsere Angebote. Statt Fernsehen und Radio dient uns eine umfassende Tageszeitung zur Information.

Der Hauptpunkt unserer Ordensregel vom Karmel her heisst: „Ihr sollt Tag und Nacht die Weisung des Herrn (das Wort Gottes, der Bibel), betrachten und im Gebete wachen.“ Das ist auch weiterhin die Mitte unseres klösterlichen Lebens. Täglich zwei Stunden Gebet in der Stille (nachmittags von 17-18Uhr auch für Interessierte zugänglich) und ein bis zwei Stunden Bibellesung prägen unseren Tageslauf. Schweigen ist ein wichtiger Bestandteil unseres klösterlichen Lebens. Schweigen, um zu hören. Hören auf Gott und hören auf die Menschen, denen wir begegnen. Daraus empfängt der Ort seine Atmosphäre. Wir haben eine kleine Gästewohnung, für Personen, die sich gern zur Einkehr, zum wieder bei sich und bei Gott ankommen, zurückziehen wollen. Dabei stehen wir zum Gespräch zur Verfügung; sonst gilt auch für unsere Gäste, den Raum der Stille zu hüten. „ In Stille und Vertrauen ruht eure Kraft“ (Jes 30,15). Es braucht Mut, einmal die vielen Worte, von denen unsere Welt so voll ist, hinter sich zu lassen. Niemand jedoch wird es bereuen, der den Versuch wagt.

Unsere Gäste verpflegen sich in der Gästeküche selbst. Ein anderes Angebot besteht in Einkehrhalbtagen und Seminaren für kleine Gruppen zu biblischen und Lebensthemen. Auch spüren wir, dass es besonders die religionslosen Menschen sind, für die wir ein Ohr haben sollen. Wir freuen uns, hier in dieser Region zu sein, die uns übrigens sehr gefällt, und fühlen uns bereits erstaunlich zu Hause. Mögen uns gegenseitig noch viele Begegnungengeschenkt sein! Mögen uns gegenseitig noch viele gute Begegnungen geschenkt werden!

 

Ihre Schwestern vom Eliakloster in Pampow

Pilgern auf den Jakobsweg „Via Baltica“ (Baltisch-Westfälischer Weg)

 

Zum weit gesponnenen Netz der europäischen Pilgerwege ist mit der Via Baltica, der deutsche Teil beginnt in Kaminke auf Usedom, eine Hauptader entstanden und misst bis Osnabrück 700 km. Der Weg führt über Greifswald, Bad Sülze und Rostock nach Lübeck und weiter über Hamburg nach Westfalen. Seit 2014 pilgern einige Gemeindemitglieder der Pfarrei „Mariä Himmelfahrt“ Hoppenwalde auf diesem Jakobsweg. Mit Wanderschuhen und wenig Gepäck auf dem Rücken ging es von Etappe zu Etappe, zogen wir durch denkmalgeschützte Altstädte mit ihren alten Kirchen und Plätzen, Schlössern und Gutshäusern und ruhten abends in einfachen Unterkünften aus. Pilgersegen, Gebet, Gesang, Andachten und Gottesdienste waren unsere ständigen Begleiter und gaben uns Kraft und Mut, den Pilgerweg weiter zu gehen. Der Start in Ueckermünde erfolgte mit dem Schiff übers Haff nach

Kaminke. In den vergangenen Jahren ging es in viertägigen Etappen über die Städte Usedom, Lassan, Greifwald, Stralsund bis nach Bad Sülze. Am 28. April 2017 wollen nun erneut 16 Frauen und Männer von Bad Sülze bis nach Bad Doberan über Rostock pilgern. Wer sich auf den Weg macht, wägt ab und wagt etwas. Unterwegssein verwandelt und lässt uns innehalten vom Alltag und führt uns an Orte, wo wir den Geist und die Seele erspüren.

 

Gudrun Thiessen-Zeipelt

Pilgerreise 2017


Im Sommer planen unsere Gemeinden vom 11.09. bis zum 20.09.2017 eine Pilgerreise nach Großpolen, Schlesien und Tschechien. Die Kosten betragen ca. 595 € p. P. (exkl. Eintrittspreise). Bitte tragen Sie sich in die ausliegenden Listen ein.

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