Die vierzig Tage der Buße und der Umkehr erreichen langsam ihren höchsten Punkt: DIE DREI ÖSTERLICHEN TAGE VOM LEIDEN; VOM TOD UND VON DER AUFERSTEHUNG UNSERES HERRN JESUS CHRISTUS. Ich hoffe, dass wir uns alle schon auf dieses Ereignis vorbereitet haben und schon mit großer Freude erfüllt sind. Denn diese Drei Österlichen Tage bilden das Zentrum unseres Glaubens und stellen den Höhepunkt des gesamten Kirchenjahres dar, wie uns die Kirche lehrt. Sie beginnen mit der Abendmahlmesse am Gründonnerstag, führen uns am Karfreitag durch die Feier vom Leiden und Sterben Christi zur Verehrung des Kreuzes Jesu und dadurch zur Betrachtung unseres persönlichen Kreuzes, erreichen ihre Mitte in der Feier der Osternacht mit den drei großen Symbolen der Auferstehungsnacht: Licht, Wasser und »neuem Lied« – dem Halleluja und münden in der Freude des Ostersonntags.

 

Haben aber diese Tage irgendeine Bedeutung für uns? Erreichen sie unser Herz? Oder begehen wir sie als ein noch zusätzliches Fest, wo man ein paar Tage frei hat und sich ausruhen darf, ohne dass etwas in meinem Herzen geschieht und ohne dass der Auferstandene meinem Leben neue Wende und neue Qualität schenkt? Der Katechismus der Katholischen Kirche sagt: »Das Ostergeheimnis hat zwei Seiten: Durch seinen Tod befreit uns Christus von der Sünde, durch seine Auferstehung eröffnet Er uns den Zugang zu einem neuen Leben. Dieses besteht zuerst in der Rechtfertigung, die uns wieder in die Gnade Gottes versetzt. [...] Die Rechtfertigung besteht im Sieg über den durch die Sünde verursachten Tod und in der neuen Teilhabe an der Gnade. Diese Gnade vollzieht die Annahme zu Söhnen Gottes, denn die Menschen werden Brüder Christi. [...] Seine Brüder sind wir nicht aufgrund unserer Natur, sondern durch ein Geschenk der Gnade, denn diese Adoptivsohnschaft schenkt eine wirkliche Teilhabe am Leben des eingeborenen Sohnes, das in seiner Auferstehung voll zutage getreten ist. [...] Christus, „der Erstgeborene der Toten“ (Kol 118), ist der Urheber unserer eigenen Auferstehung, schon jetzt durch die Rechtfertigung unserer Seele und dereinst dadurch, dass Er unseren Leib lebendig machen wird.« [KKK 654 und 658]

 

Eine solche Erfahrung der Auferstehung in Ihrem Leben wünsche ich Ihnen vom Herzen. Ihnen und allen, die Sie im Herzen tragen, eine segensreiche Feier der Österlichen Tage!

 

Ihr Kaplan Witold Wójcik

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