Lodovico Carracci: Verklärung des Herrn
Lodovico Carracci: Verklärung des Herrn

Das Fest Verklärung des Herrn nimmt Bezug auf eine besondere Erfahrung von Petrus, Jakobus und Johannes, die Jesus auf einen Berg, den Berg der Verklärung, mitgenommen hatte. Dort wurde "er vor ihren Augen verwandelt; sein Gesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden blendend weiß wie Schnee." Die Jünger sehen Jesus mit Moses und Elias, den zwei großen Männern des Alten Testaments, im Gespräch. Sie sind fasziniert und Petrus sagt spontan: "Herr, es ist gut, daß wir hier sind. Wenn du willst, werde ich hier drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Moses, eine für Elias. Da hört Petrus aus einer Wolke eine Stimme: ‚Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe; auf ihn soll ihr hören.' Als die Jünger das hörten, fielen sie in große Angst und warfen sich mit dem Gesicht auf den Boden. Da trat Jesus zu ihnen, faßte sie an und sagte: Steht auf und habt keine Angst. Als sie aufblickten, sahen sie nur noch Jesus." (Matthäus 17, 1-8)

 

Die Erscheinung des Göttlichen leuchtet nur kurz auf, so wie die Weisen aus dem Morgenland den Gesandten Gottes in dem Kind im Stall erkannten, so werden die Jünger in die Nähe des Geheimnisses geführt. Da Jesus seinen Weg noch nicht vollendet hatte, erfüllt sich diese Vision erst an Ostern. Die Jünger können jetzt noch nicht auf dem Berg bleiben. Die Frömmigkeit der Orthodoxie ist von diesem Geheimnis tief durchdrungen. Deshalb gibt es dort seit dem 5. Jahrhundert das Fest der "Verklärung Jesu".

 

Als im Mittelalter die einzelnen Stationen des Lebensweges Jesu in den Blick genommen wurden, fand das Fest auch Eingang in die westliche Kirche. 1457 wurde es nach dem Sieg über die Türken bei Belgrad für die lateinische Kirche verbindlich.

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