Der Mai hat einen guten Ruf: Vielfach besungen, ein beliebter Hochzeitsmonat; in der Regel zahlreiche Feiertage, die zu verlängerten Wochenende einladen – auch wenn in diesem Jahr der 1. Mai, der Tag der Arbeit, auf einen Sonntag fällt. Die Natur blüht auf, auch wenn sie sich aufgrund der klimatischen Veränderungen mancherorts nicht daran hält und nicht auf den Mai wartet. Neben dem 1. Mai ist ein wichtiges Datum dieses Monats der 8. Mai, der Tag des Kriegsendes, der in diesem Jahr mit dem Muttertag zusammenfällt.

 

Weil Gott nicht überall sein kann, schuf er die Mütter“, sagt ein arabisches Sprichwort. Eine Redensart, die die meisten Menschen – in Erinnerung an ihre eigenen Mütter – bejahen werden. Was Mütter leisten in unserer Gesellschaft und weltweit, ist mit Geld nicht zu bezahlen. Und kann ich Ihnen, liebe Mütter, am heutigen Muttertag ein schöneres Kompliment machen, als dass sie an Gottes statt wirken, Gutes tun, Segen spenden?

 

Neben dem Muttertag fällt oft in den Mai – so auch in diesem Jahr – der „Vatertag“. Manche rümpfen die Nase bei dieser Bezeichnung für das Fest Christi Himmelfahrt – und wenn mit „Vatertag“ bierselige Männerausflüge gemeint sind, auch zu Recht. Doch Christi Himmelfahrt als Vatertag kann ja auch ganz anders gelesen werden: Jesus kehrt zu seinem Vater in den Himmel zurück; zu seinem Vater, der ja auch unser Vater ist. Das ist ein weiterer Aspekt der zahlreichen Gottesdienste im Freien, die an diesem Tag gefeiert werden: Unserem Vater im Himmel ein wenig näher zu sein. Christi Himmelfahrt ist sowohl Abschluss der irdischen Existenz Jesu wie auch Ouvertüre: Weil Jesus in den Himmel aufgefahren ist, feiern wir Pfingsten, das Geschenk des Heiligen Geistes nicht nur vor fast 2.000 Jahren, sondern jedes Jahr immer wieder neu. Den Heiligen Geist, den wir auch in den Kirchen so dringend brauchen, zum Beispiel zur Überwindung der Trennung. Eine gute Entwicklung ist es, dass in vielen Orten der Pfingstmontag ökumenisch begangen wird.

 

In vielen Gemeinden wird im Umfeld des Pfingstfestes Firmung beziehungsweise Konfirmation gefeiert. Dass junge Menschen bewusst Ja zum christlichen Glauben und zum Leben in der Gemeinschaft sagen, ist immer wieder eine große Freude und zeigt, trotz aller Probleme und Unkenrufe, die Kirche blüht.

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